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Nintendos Visionär Hiroshi Yamauchi gestorben

19 Sep 2013   //   Autor: falk   //   Aktuelles  //  Keine Kommentare

yama

Mit Hiroshi Yamauchi übernahm 1949 der Enkel des gerade verstorbenen Gründers Fusajiro Yamauchi die Leitung von Nintendo, einem in Kyoto ansässigen Unternehmen, das sich zu diesem Zeitpunkt vornehmlich mit HanafudaSpielkarten einen Namen gemacht hatte. Als die Spielkartenverkäufe rückläufig waren, orientierte sich Yamauchi um: Unter seiner Führung durchlief Nintendo einige Experimente: Von der Gründung eines Taxiunternehmens, über Instant-Reis bis zum Betrieb von Stundenhotels.

Mitte der 1960er Jahre beförderte Yamauchi den bis dahin als Werkstattmitarbeiter arbeitenden Gunpei Yokoi in die Produktentwicklung – dessen erstes Produkt, ein „Ultra Hand“ genanntes Spielzeug, wurde ein großer Erfolg und Yamauchi beschloß, das Nintendo sich in Spielzeugen versuchen sollte, um eine Weltfirma zu werden. In den 1970ern entstanden etliche kultig-nerdige Spielzeuge, welche man sehr schön auf dem BeforeMario-Blog bewundern kann.

1977 folgte – im Zuge der in Amerika erfolgreichen Pong-Konsolen für den Haushalt, die erste Videospielkonsole von Nintendo: Das Color TV Game 6. Anfang der 80er Jahre brachte Nintendo dann die Game & Watch Serie heraus, eine auf LCD- und Taschenrechnertechnik basierende – und somit günstige – Reihe von Handheldkonsole. Auch dieses Produkt war von Gunpei Yokoi entworfen worden. Ebenfalls 1981 wurde mit dem Donkey Kong des jungen Spieledesigners Shigeru Miyamoto ein erfolgreicher Arcade-Automat auch auf den amerikanischen Markt gebracht. Yamauchi beschloß daraufhin, den immens großen nordamerikanischen Markt zu erobern. Das erklärte Ziel wurde es, eine Videospielkonsole für die Haushalte zu entwickeln, die sich

  1. jeder leisten konnte und
  2. für die es einen starken Katalog an qualitativ hochwertigen Spieletitel gab.

Mit dieser Prämisse schuf Yamauchi ein „Credo“ von Nintendo, das bis heute Gültigkeit hat. Nintendo-Konsolen sind im Vergleich zur Konkurenz oft technisch stark unterlegen, machen diesen Nachteil aber mit Spielwitz und Innovation wett – und eben einem sehr günstigen Preis. Yamauchi glaubte daran, dass Leute die Konsole wegen der Spiele kaufen, nicht wegen der Konsole selber. 1983 kam das Famicom (Family Computer) auf den Markt, welches 1985 in den USA zunächst als Advanced Video System vorgestellt wurde. Videospiele hatten in den USA gerade ihre schwärzeste Stunde durchlebt (siehe Videospielcrash von 83/84) und Händler, Fachpresse und Experten waren sich ziemlich einig, dass Videospiele nur ein kurzzeitige Novität gewesen waren, aber ohne Zukunft und obwohl Nintendo mit Design und Namensgebung versuchte, das System nicht als Videospiel zu platzieren, so wurde es doch als solches erkannt. Erst zwei Jahre später schaffte die nun in Nintendo Entertainment System (NES) umgetaufte Konsole dann den großen Marktdurchbruch, trotz verächtlicher Stimmen aus der Entwicklerriege.

Ebenfalls ein Eckpunkt des Erfolges von Nintendo war die strenge Qualitätskontrolle aller für ihre Konsolen erscheinenden Spiele. In der ersten Zeit gab Yamauchi alle Spiele für das Famicom tatsächlich persönlich frei und überwachte alle Spielefreigaben noch bis 1994 – da war bereits mit dem Super Nintendo Entertainment System (SNES) die Nachfolgerkonsole auf dem Markt. Beim Nintendo 64 wurde die Programmierung der Konsole von Yamauchi bewusst schwerer vorgegeben, um einfache Dritthersteller auf der Suche nach schnellem Geld abzuschrecken. Das klappte aber nur bedingt – der große Erfolg des N64 führte doch zu einer Reihe drittklassiger Spieletitel, so dass für den Nachfolger – dem Gamecube – eine einfache Programmierung vorgeschrieben wurde, dabei aber mehr auf Qualität bei der Freigabe der Spiele geachtet wurde.

1989 brachte Nintendo dann den Game Boy auf den Markt. Wieder war die Konsole der damaligen Konkurenz wie SEGA Game Gear oder Atari Lynx, die teilweise mit Farbdisplays und Stereosound aufwarteten, technisch unterlegen (bis auf die Batterielaufzeit) und dennoch wurde der Game Boy dank seiner Spieletitel – und der Batterielaufzeit natürlich – ein Verkaufsschlager und katapultierte Nintendo an die Spitze der Videospielindustrie und sicherte Nintendo bis heute die Dominanz bei den portablen Spielekonsolen.

2002 zog sich Yamauchi aus der Firmenleitung von Nintendo zurück. Angeblich hat er aber noch im Ruhestand das Dual-Screen-Design des Nintendo DS maßgeblich vorgegeben. Hiroshi Yamauchi führte Nintendo 53 Jahre lang an und wandelte Nintendo von einer Spielkartenhersteller zu einem Unterhaltungsimperium. Hanafuda-Spielkarten stellt Nintendo allerdings immer noch her.

Mit ihm stirbt ein Visionär leider genau im 30. Jubiläumsjahr des Famicom, der Konsole, die Nintendo an die Weltspitze brachte.

Ruhe in Frieden, Yamauchi-san.

 

falk / .stefan

Retro Shooting #1

22 Okt 2012   //   Autor: falk   //   Aktuelles  //  Keine Kommentare

Wir haben begonnen unsere Schätze in schönen Bildern festzuhalten. Es ist schon ein Weilchen her, dass wir dieses Projekt starteten und die Bilder veröffentlichen wir nach und nach bei unserem wöchentlichen Quiz auf unserer Facebookseite. Alle Exponate, die im Quiz erraten wurden, tauchen bei Flickr auf und nun auch hier, in der Sidebar >>

 

Viel Spass beim staunen und entdecken und wer Lust hat, rät beim wöchentlichen Quiz mit.

30 Jahre C64: Radiointerview mit dem Hessischen Rundfunk

28 Jun 2012   //   Autor: Verein Digital Retro Park   //   Aktuelles, Geburtstagskinder  //  Keine Kommentare

Unser Radiointerview in fast voller Länge, neu zusammengeschnitten.
Es ist hier ohne die Fragen, aus dem Zusammenhang gerissen und neu gemixt. Ist diese Art der Collage verständlich? Interessant? Oder eher langweilig? Nicht nachvollziehbar?
C64-30-HR-ungeschnitten

Und hier das, was davon im Radio übrig blieb:
C64-30-HR1

Auf der Suche nach Räumen

16 Mai 2012   //   Autor: Verein Digital Retro Park   //   Aktuelles  //  Keine Kommentare

Hier ein paar Bilder von dem Gebäude, dass wir uns neulich angesehen hatten. Die Lokalität ist im Prinzip der Hammer, hat aber ein paar… Macken. 🙂 Hier eine Zusammenfassung:

  • Elektrik reicht nicht.
  • Heizung im Nebengebäude defekt
  • Nebengebäude im guten Zustand, sauber und trocken.

Hauptgebäude / Kegelbahn:

  • Zugang über verwinkelte Treppe.
  • Wasser steht im hinteren Bereich nach starken Regenfällen.
    Ursache könnte im Innenhof ein Erdeinbruch sein oder aber die Fallrohre an der Ecke der Halle sind durch wuchernde Wurzeln beschädigt worden.
  • Alles riecht verschimmelt
  • Dach ist aber dicht.
  • Halle extrem hoch! Heizkosten!
    Drei Heizkörper in der Halle.
  • Wurde mit schwarzen Stoffbahnen leidlich schallgedämmt.
  • Geräte, die dort noch stehen, sollen einzeln verkauft werden.
    Wir wollen einen großen Billardtisch nehmen. 🙂
    Super Taifun: Gebläsemotor startet nicht, Counterabdeckung wurde geöffnet.
  • Parkplätze: akzeptabel groß.
    Mit vermosten Waschbetonplatten versehen.
  • Vermieterin will kein Geld mehr investieren, höchstens noch den Boden „machen“, der im Bereich der Theke nur aus Estrich besteht. Theke stand in der Mitte des Raumes.
  • Nächste Nachbarn (Mehrfamilienhaus) sechs Meter neben dem Gebäude!
    Eingänge sind diesen Nachbarn zugewandt!

Aus meiner Sicht eine supergeile, stylische 80er-Jahre Lokation, wenn das Gebäude nicht so große Bauschäden hätte.

— Hessi

Ortsbegehung Schloss Philippsruhe

15 Mai 2012   //   Autor: Verein Digital Retro Park   //   Aktuelles  //  Keine Kommentare

Letzen Freitag sind wir gemeinsam mit Herrn Hoppe von der Stadt Hanau durch die Räume im Schloss Philippsruhe gegangen. Wir konnten uns so einen Eindruck davon machen, welche Lokation wir nächstes Jahr mit unserer Sonderausstellung bespielen sollen und was für Ausstellungszubehör uns zur Verfügung (Vitrinen, Trennwände) stehen wird.

In weiteren Gesprächen klärten wir zudem die Situation in Großauheim, das Museum, in dem wir im Herbst unsere erste Sonderausstellung haben werden. Für diese Sonderausstellung müssen wir noch einige Stationen bauen. Im Schloss stehen uns dafür die Werkstatt und das Lager zur Verfügung.

Alles im allem ein tolles Museum, auf das wir uns schon sehr freuen! Die Fläche von bis zu 450m² will natürlich sinnvoll gefüllt sein, aber das bekommen wir schon hin. Nach jetzigen Planungsstatus werden wir in Großauheim vieles streichen müssen, weil dort einfach der Platz fehlt. Aber besser klein anfangen und sich steigern, als mit einer zu großen Ausstellungsfläche Organisations- und Zeitprobleme zu bekommen.

Hier die Bilder von den Begehungen in Großauheim und Philippsruhe:

Aufruf: Hardware gesucht!

10 Mai 2012   //   Autor: Verein Digital Retro Park   //   Aktuelles  //  Keine Kommentare

Aufruf: Hat noch jemand alte Datenträger und Lesegeräte, die er dem DRP für die Ausstellung im Herbst vermachen kann? Wir suchen solche Dinge wie 8″-Disks, ZIP-Drives, AIT, Travan, DLT, LTO, Travan, QIC, LS-240, etc.

Wir können Spendenquittungen ausstellen, das Finanzamt Hanau will diese auch akzeptieren, wie das Euer zuständiges FA handhabt können wir aber nicht sagen.
Über Zuwendungen freuen wir uns! 🙂

Nehmt mit uns Kontakt auf, oder sendet das Zeug an unsere Adresse.

Danke! 🙂

 

Oldenburger Computermuseum

5 Mai 2012   //   Autor: Verein Digital Retro Park   //   Aktuelles  //  Keine Kommentare

…und falls Ihr eher im hohen Norden heimisch seid, empfehlen wir Euch einen Besuch bei den Leuten vom OCM! Großartiges Museum!

http://oldenburger-computermuseum.de/

DRP auf heise.de

2 Mai 2012   //   Autor: Verein Digital Retro Park   //   Aktuelles  //  Keine Kommentare

Der Heise-Verlag hat unsere Facebook-Seite in einem Bericht auf Telepolis verlinkt. Über zu wenige Bilder können wir uns auch nicht beschweren. Der Dr. Stefan Höltgen, der den Bericht geschrieben hat, ist ein angenehmer und unterhaltsamer Zeitgenosse, mit dem wir nett im Biergarten auf dem VCFe saßen.

BTW: Wer hat eigentlich das Kaugummi neben den C65 geklebt? *schnauf*
Naja, besser als draufgeklebt.

DRP macht den ersten Platz auf dem VCFe

2 Mai 2012   //   Autor: falk   //   Aktuelles  //  Ein Kommentar

Am vergangenen Wochenende fuhren wir mit Sack und Pack nach München um am Vintage Computer Festival Europe teilzunehmen. Reiner packte den gemieteten Hänger voll mit Automaten.

Mit an Bord waren Asteroids, Arkanoid, Bombjack, Joust und der Vierspieler Gauntlet. Hessi und Falk stecken noch ein paar Vectrexe, C64er, den Mini-PONG und natürlich den C65 in die Zwischenräume und los ging’s.

Wir hatte einen Vortrag über das Museum gehalten und unter anderem unsere guten Kontakte zum Oldenburger Computer Museum gepflegt.

Wieder viele nette Gespräche mit den Besuchern gehabt und immer wieder darüber gestaunt, wie groß das Interessse am Retrocomputing ist, aber auch wie groß – gerade bei „Älteren“ – die Wissenslücken bei grundlegenden Themen sind, die auch unsere heutige IT betreffen.

Wie jedes Jahr mussten wir feststellen, dass die „bespielbaren“ Geräte am meisten belagert wurden. Ein wichtiger Anreiz, unser Konzept für das Museum verstärkt auf den Spielereiz auszulegen und Wissen spielerisch weiterzugeben.

Danke an alle, die uns gewählt haben und danke an Hans für das schöne Festival.

Hier einige Eindrücke

Bericht über das VCFe auf on3

2 Mai 2012   //   Autor: Verein Digital Retro Park   //   Aktuelles  //  Keine Kommentare

Der FAO hat ein neues zahlendes Mitglied aus München(!) bekommen, das hier im Radiobeitrag souverän den Asteroids erklärt und dabei immer noch den Highscore bricht.

Die Entfernung schreckt ihn nicht. Auch die Tatsache, dass er von seinen Jahresbeitrag von immerhin 120,- EUR „nichts hat“, quittierte er mit einem Lächeln. Er will den FAO einfach nur unterstützen.

Zahlen, „nur“ um uns zu unterstützen? Ein echter Boss-Move! 😀

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