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Zur Ausstellung: Der MOS 6502 Prozessor (Teil 2)

13 Jul 2013   //   Autor: Stefan Pitsch   //   Projekte & Ausstellungen  //  4 Kommentare

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Im ersten Teil der Reihe haben wir Euch letzte Woche begleitend zu unserer Ausstellung „Digitale RETROkultur„* die Geschichte hinter dem MOS 6502 Prozessor vorgestellt. Heute gibt es den zweiten Teil der Übersicht.

Die Prozessorgeneration der 1970er und 1980er Jahre hat sich als sehr robust und erfolgreich erwiesen. Bill Mensch der Chefdesigner des MOS6502, verließ 1978 Commodore und gründete seine eigene Firma, Western Design Center (WDC). Diese Firma entwickelte die 65xx Architektur stetig weiter und verkauft das Design als 8-Bit- und 16-Bit-Prozessoren bis heute sehr erfolgreich (inklusive eines einfachen Rechnerkonzepts – ähnlich dem KIM-1 von 1975, aber natürlich deutlich weiterentwickelt). Auch der damalige direkte Konkurrent des 6502, der Zilog Z80 wird mit seiner Architektur in verschiedenen Varianten bis heute hergestellt und erfolgreich vertrieben. Viele Universitäten lehren noch heute ihre Studenten anhand dieser Prozessor-Familien die Grundlagen des Prozessordesigns.

WT6_WDC

WDC war gemeinsam mit Zilog, dem Hersteller des konkurrierenden Z80 Mikroprozessors, einer der ersten Chip-Hersteller, der sein Mikroprozessoren-Design an andere Firmen (u.a. Rockwell, Synertek und Ricoh) zur Produktion lizensierte. Erst in den 1990ern folgten andere Firmen diesem Beispiel, wie z.B. ARM mit der ARM-Architektur, welche heute insbesondere im Bereich der Tablets und Smartphones sehr erfolgreich ist. Interessanter Fakt am Rande: Die ARM Gründer wurden erst durch einen Besuch bei MOS dazu ermutigt, ihre eigene Prozessorschmiede zu eröffnen, nachdem sie gesehen hatten, mit welch einfachen Mitteln MOS arbeitete.

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Die schnellere und leistungsfähigere 16-Bit-Version des 65xx, der WDC 65C816, wurde 1984 vorgestellt und kam ab 1986 z.B. im Apple IIGS zu Einsatz. Ab 1990 wurde der Chip dann auch in der Spielekonsole “Super Nintendo Entertainment System” (SNES) verwendet.

Aufgrund der Vielseitigkeit der 65xx Technologie wurde die Chipfamilie nicht nur in Personal Computern und Spielekonsolen eingesetzt, sondern eroberte sehr erfolgreich auch andere Märkte – wo immer es etwas zu Steuern und Regeln gab:

  • In elektronischen Büchern und Spielsachen
  • In Schachcomputern und Taschenrechnern
  • In Waschmaschinen- und Trocknersteuerungen
  • In Modems, Mobiltelefonen und Pagern
  • In Kopierern, Scannern und FAX-Geräten
  • In Set-Top-Boxen und Fernsehern für die Untertitelsteuerung
  • In der Steuerung von Armaturenanzeigen in Automobilen
  • In Kassenterminals und in der Flugzeugkommunikation
  • In digitalen Bilderrahmen

Der 65xx war lange Zeit auch der einzige Mikroprozessor, der von der amerikanischen Gesundheitsbehörde für die Nutzung im menschlichen Körper zugelassen wurde und steuerte in dieser Eigenschaft Herzschrittmacher und implantierte Defibrillatoren. Und selbst in der Nähe moderner PCs befinden sich oft noch 65xx Mikroprozessoren, wenn auch “nur” als Steuerungseinheit für die Tastatur.

Der 6502 Mikroprozessor hat auch in der modernen Populärkultur Einzug gefunden:

  • Der Roboter „Bender“ aus der erfolgreichen animierten Fernsehserie „Futurama“ (seit 1998) hat einen 6502 als Prozessoreinheit in seinem Kopf.
    Mehr Informationen dazu gibt es hier: The Truth About Bender’s Brain
    bender
  • In dem Film „Terminator“ aus dem Jahr 1984 werden im Blickfeld des titelgebenden Roboters Maschinensprache-Instruktionen für den 6502 angezeigt.
    00-37-23 01-23-18

Der 6502 hatte ungefähr 3.510 Transistoren, um seine Aufgaben zu erfüllen. Damit war er kostengünstiger zu bauen, als die vergleichbaren Motorola MC6800 (4.100 Transistoren) und Intel i8080 (4.500 Transistoren). Auch der Zilog Z80 hatte mit 8.500 Transistoren eine deutlich höhere Fertigungskomplexität. Zum Vergleich sei erwähnt, dass ein aktueller Prozessor (Intel Core i5 2600K) für einen heute handelsüblichen PC circa 774 Millionen Transistoren besitzt, also die 220.000-fache Menge eines 6502.

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Der 6502 unter dem Mikroskop – (c) visual6502.org

Natürlich lässt sich noch viel mehr über diesen Prozessor schreiben, der – gemeinsam mit dem Z80 – die treibende Kraft hinter der Weg der Rechner aus der Industrie in die Wohnzimmer der Menschen war, aber dies soll kein Buch werden (und auch die gibt es schon). 🙂

.stefan

 

* Museum Großauheim, Pfortenwingert 4, 63457 Hanau
30.06 – 29.09.2013 // Do – So 10-12 und 14-17 Uhr // 2€ Eintritt

Bilder der Eröffnung „Digitale RETROkultur“

7 Jul 2013   //   Autor: Stefan Pitsch   //   Projekte & Ausstellungen  //  Ein Kommentar

Wir wollten Euch gerne ein paar Bilder von der Eröffnung unserer Ausstellung „Digitale RETROkultur„* vom letzten Sonntag zeigen.

Im Eingangsbereich des Museums wird man mit diesem großen Rollposter begrüßt.

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In der großen Maschinenhalle wurden nacher noch zusätzliche Stühle aufgestellt, da der Hauptraum mit seinen sechsstuhligen Reihen komplett ausgebucht war. Weitere Besucher standen noch bis in die Halle der Landwirtschaftsausstellung zurück.

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Die Redner der Eröffnungsfeier:

  • Die Begrüßung durch Claus Kaminsky, Oberbürgermeister der Stadt Hanau
  • Die Einführung durch Klaus Dieter Stork, Kulturmanager der Stadt Hanau
  • Ein paar Worte zur Ausstellung von Florian Dingler, 2. Vorsitzender des „1. Hanauer Netzwerkclubs e.V.“

Videos einiger der Redebeiträge werden noch bearbeitet und nachgereicht!

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Dazu gab es Livemusik von Gero Takke von Taunuszweitausendeins.
Nach den ganzen Reden und der Musik gab es dann auch eine kleine Stärkung, bevor man in die Ausstellung hinaufging.

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Im Treppenaufgang zur Ausstellung findet sich dieses knapp 6m hohe Ausstellungsbanner.

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Stefan Pitsch, der DRP-Kurator für diese Ausstellung, im Gespräch mit interessierten Gästen. In diesem Moment wurde vermutlich ein altes Gerät vor dem Ende bewahrt.

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Was uns sehr wichtig ist: Begreifen ist verstehen. Man muss auch mal anfassen dürfen und Dinge selber erleben.

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Angefasst werden dürfen u.a.

  • der „Fix It Felix, Jr.“ Automat zum 2012 Film „Ralph reicht’s“.
  • die C64-Arcade-Station. Für unsere kleineren Besucher haben wir extra einen Trittschemel mitgebracht.
  • der „Donkey Kong“ Automat in der Arcade-Teil der Ausstellung

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Es war ein sehr schöner Tag mit fantastischem Wetter und vielen interessierten Besuchern!

.stefan

 

* Museum Großauheim, Pfortenwingert 4, 63457 Hanau
30.06 – 29.09.2013 // Do – So 10-12 und 14-17 Uhr // 2€ Eintritt

Zur Ausstellung: Der MOS 6502 Prozessor (Teil 1)

6 Jul 2013   //   Autor: Stefan Pitsch   //   Projekte & Ausstellungen  //  7 Kommentare

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In den frühen 1970er Jahren wechselten die Ingenieure Chuck Peddle und Bill Mensch mit ein paar Kollegen von Motorola zu MOS Technologies, da Motorola das Konzept eines kostengünstigen Mikroprozessors als Konkurrent zum bereits sehr erfolgreichen und teuren Motorola MC6800 nicht verfolgen wollte. 1975 entwickelten das Team um Peddle und Mensch dort den 8-Bit Mikroprozessor „MOS 6502„.

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(Chuck Peddle und William „Bill“ D. Mensch Jr.)

Der Mikroprozessor (engl. “CPU”) ist das Herz eines jeden Rechners – man benötigt nur etwas Speicher sowie Eingabe und Ausgabefunktionen und schon man hat einen kompletten Computer gebaut. Ein Mikroprozessor liest Daten aus dem Speicher ein, verarbeitet diese gemäß einer Instruktionsliste (Programm) und schreibt das Ergebnis wieder in den Speicher zurück.

Der MOS 6502 enthielt einige technische Neuerungen, die ihn vergleichbaren Mikroprozessoren, wie dem Motorola MC6800 oder Intel i8080, überlegen machten: So hatte er einen integrierten Taktgenerator, wodurch Kosten für externe Bauteile gespart werden konnten, und er war der erste Mikroprozessor mit Pipeline Architektur, d.h. wenn nur noch interne Schaltschritte für einen Befehl notwendig waren, dann konnte der nächste Befehl bereits aus dem Speicher geholt werden. Zusammen mit der optimierten Architektur und dem reduzierten Befehlssatz ermöglichte dies, dass die Anzahl der pro Befehl benötigten Taktzyklen deutlich kleiner gehalten werden konnte, als bei der Konkurrenz, was eine höhere Geschwindigkeit bei deutlich niedrigeren Taktraten zur Folge hatte. Zudem war der MOS 6502 sehr viel günstiger in der Herstellung, was einen geringen Handelspreis von $25 statt $175 (MC6800) bzw. $150 (i8080) zur Folge hatte.

MOS 6502 Advertisement from September 1975 IEEE Computer

Der MOS 6502 war zwar eigentlich nur für Industrieanwendungen vorgesehen, jedoch ermöglichten es der geringe Preis und die hohe Geschwindigkeit, Rechner zu konzipieren, welche für Hobbyisten und später auch Normalbürger erschwinglich waren. Peddle entwickelte selbst auch zwei solcher Konzepte: Den “KIM-1” als ersten Einplatinenrechner zu Demonstrationszwecken, sowie einen günstigen Rechner für Haushalte namens “Personal Electronic Transactor“ (abgekürzt “PET”, engl. für ”Haustier”). Letzterer entstand, nachdem Peddle bei einer kleinen Firma namens Apple von einem gewissen Steve Wozniak ein Konzept für Rechner auf Basis des MOS 6502 gezeigt bekam – den APPLE I, welchen Peddle für überteuert hielt. Im Gegenzug versuchte Peddle erfolglos,sein eigenes PET-Konzept an Apple zu verkaufen (Steve Jobs fand es ironischerweise zu teuer).

KIM-1 microcomputer advertisement, BYTE magazine May 1976

Da der MOS 6502 und sein Vorgänger, der 6501, stark auf dem MC6800 basierten (der 6501 war sogar pinkompatibel), kam es zu Rechtsstreitigkeiten und 1976 kaufte Commodore Business Machines (”CBM”) die angeschlagene MOS Technologies, um Zugang zu günstigen Mikrochips für die eigene Produktion zu erhalten. Das PET-Konzept wurde umgesetzt und 1977 als „PET 2001“ auf den Markt gebracht. Zu dieser Zeit arbeitete der MOS 6502 bereits in den Rechnern APPLE I und APPLE II.

Die Popularität des 6502 und seiner Varianten (u.a. 6510, 6507 und 65C02, sowie Lizenznachbauten von Ricoh) zeigte sich in den Folgejahren darin, dass er in einer Vielzahl von Rechnersystemen unterschiedlicher Hersteller eingesetzt und so zum dominanten Prozessor der Epoche von 1975 bis 1985 wurde. Diese Prozessfamilie arbeitete unter anderem

  • In Heimcomputern der Firmen
    • Apple (I, II, IIe, IIc, II Plus)
    • Atari (400, 600, 800, XL, XE und den Diskettenlaufwerken)
    • Acorn (BBC Micro, Atom, Electron)
    • Oric (I, II, Atmos, Telestrat)
    • und natürlich Commodore (VC20, C64, C16, C116, Plus/4, C128 und den Diskettenlaufwerken)
  • in Spielekonsolen von
    • Atari (VCS 2600, 5200, 7800, Lynx),
    • Nintendo (NES),
    • NEC (PC Engine)
  • und in Spielhallenautomaten
    • z.B. Asteroids und Centipede

Hauptkonkurrent des 6502 ist der Z80 von Zilog, welcher ebenfalls in einer Vielzahl von Heimcomputern und Konsolen der Zeit verbaut wurde, jedoch für eine vergleichbare Leistung deutlich höhere Taktraten benötigte.

Die Verbindung zwischen den Firmen CBM, Apple und Atari bestand in diesen „wilden“ Tagen der Digitalen Revolution allerdings nicht nur auf der technologischen Seite. Es herrschte ein quasi inzestuöses Wechselspiel zwischen den großen Unternehmen dieser Zeit:

  • Steve Jobs und Steve Wozniak von Apple arbeiteten 1975 beide kurzzeitig für Atari.
  • Chuck Peddle wechselte 1978 als Cheftechniker zu Apple, bevor er einige Monate später wieder zu CBM zurückkehrte.
  • Eine Gruppe von Ingenieruren um den Chefentwickler des Atari 2600, Jay Miner, stieg 1981 bei Atari aus und gründete die Firma Amiga, welche zunächst von Atari finanziell unterstützt, aber letztendlich 1984 von CBM gekauft wurde.
  • Ebenfalls 1984 kaufte der Gründer von CBM, Jack Tramiel, nach seinem Ausstieg bei CBM den Konkurrenten Atari und ließ den ehemaligen Chefentwickler des C64, Shiraz Shivji, die Atari ST Reihe als Konkurrent zum AMIGA entwickeln.
  • Sowohl die Amiga als auch die Atari ST Serie benutzten als Mikroprozessor den MC68000 – eine 16bit-Weiterentwicklung des MC6800 – von Motorola, womit sich der Kreis wieder schloß…

 

Mehr zum 6502 gibt es nächste Woche in Teil 2.

Die C64-Arcade-Station

2 Jul 2013   //   Autor: Stefan Pitsch   //   Exponate, Projekte & Ausstellungen  //  Ein Kommentar

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Für unsere Ausstellung „Digitale RETROkultur“ im Museum Großauheim* wollten wir zusätzlich zu den Arcade-Automaten noch eine weitere interaktive Station anbieten. Hauptanliegen war es, zu zeigen, welche Fortschritte die Programmierung eines Heimcomputers über die letzten 30 Jahre gemacht hat – ohne eine einzige technische Veränderung der Hardware des zu Grunde liegenden Gerätes.

Wenn eine Computergeneration neu ist, werden die technischen Möglichkeiten ja nicht gleich vollständig ausgenutzt. Insbesondere bei den Heimcomputern der 80er Jahre, welche meist Spezial-Chips für Grafik- und Soundausgabe besaßen, dauerte es oft mehrere Jahre, bis findige Tüftler hinter alle Geheimnisse der Hardware kamen. Und selbst heute – mehr als 30 Jahre später – gelingt es immer noch, neue undokumentierte „Features“ zu entdecken.

Nach etwas Überlegung haben wir uns dann für eine C64-Station entschieden. Gründe waren natürlich zum einen das reichhaltige Angebot an Spielen bis heute und zum anderen die technischen Möglichkeiten, denn Dank der EasyFlash-Cartridge konnte sehr einfach eine Menuauswahl für verschiedene Spiele gezaubert werden und als Benutzungsmöglichkeiten sind nur ein Reset-Knopf sowie Joysticks nötig.

Auf dem EasyFlash haben wir eine Auswahl von Spielen für den Commodore „C64“ aus den Jahren 1982 bis 2012 zusammengestellt, welche einzeln angespielt werden können, um sich ein direktes Bild von der technischen Entwicklung der Spiele machen zu können.

Die Softwareseite war somit geregelt.

Die Kriterien für den Bau der Station waren:

  • Einfache Benutzung
  • Auswahl an verschiedenen interaktiven Elementen, um mehrere Dinge zeigen zu können
  • Die Hardware sollte möglichst gut geschützt aber sichtbar sein
  • Nur die Bedienelemente sollen im Zugriff des Nutzers sein

Aus den Kriterien entstanden zunächst mehrere grobe Skizzen eines Quader-Korpus mit Sichtscheibe, Einlegeboden und Aufstellerkeil, welche sich dann schnell zu einem Design verdichteten.

64 station 03

Nach mehreren Iterationen wurde ein finales Design an den Schreiner gegeben, um den Korpus fertigzustellen:
01Frontseite 02Rechts 03Links 04Rückseite 05DeckelBoden 06EinlegerKeil

Verwendete Geräte und Kabelei:

  • C64-Brotkasten (ASSY 25407, Made in England, UKI 2128118)
  • C64-Netzteil (von einem C64C)
  • Commodore Monitor 1801
  • Joystick Competition Pro
  • Joystick Sigma 1001
  • 2x Joystickverlängerungskabel
  • EasyFlash-Cartridge
  • A/V-Videokabel
  • Reset-Taster für Userport, verlängert auf einen Arcadebutton
  • LED-Lichtleiste (dreifach)
  • Dreifachsteckdose

Das fertige Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen und ist auch mehrfach prominent in der Presse vertreten gewesen (bisher Offenbach-Post, Hanau-Post, Hanauer Anzeiger und FAZ).

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Die fertige C64 Arcade Station mit Auswahlmenü.
Meistens kann man es nicht so gut sehen, weil da immer jemand davorsteht 🙂

.stefan

 

* Museum Großauheim, Pfortenwingert 4, 63457 Hanau
30.06 – 29.09.2013 // Do – So 10-12 und 14-17 Uhr // 2€ Eintritt

 

Die Ausstellung ist eröffnet!

30 Jun 2013   //   Autor: Stefan Pitsch   //   Projekte & Ausstellungen  //  Keine Kommentare

Wir sagen DANKE!

DANKE für das zahlreiche Erscheinen auf der heutigen Eröffnungsfeier unserer Ausstellung „Digitale RETROkultur“ im Museum Großauheim. Der Raum war voll, die Stuhlreihen besetzt, die Leute standen bis in die Vorhalle. Das war super.

DANKE für die vielen interessanten Gespräche mit den Gästen. Das Interesse war sehr hoch und viele hatten eigene Geschichten aus der Anfangszeit mitgebracht, welche mit anderen Gästen ausgetauscht wurden.

DANKE an die Stadt Hanau (insbesondere Oberbürgermeister Claus Kaminsky und den Fachbereichsleiter Kultur, Herrn Stork) und die Museen Hanau (insbesondere Museumdirektorin Frau Dr. Bechler und Museumsleiterin Frau Hofmann) sowie die vielen Helfer, die den Raum gerichtet haben und die Exponate so in das richtige Licht rückten.

Und ein dickes DANKE an alle unsere Unterstützer bei der Umsetzung dieses Vorhabens!

Wir sind erstmal platt, aber es ist ein gutes Gefühl 🙂

Die Ausstellung läuft noch den ganzen Sommer bis zum 29.09., jeweils Do-So 10-12:00 und 14-17:00 Uhr im Museum Großauheim.

.stefan

Digitale RETROkultur – Pressetermin erfolgreich absolviert

27 Jun 2013   //   Autor: Stefan Pitsch   //   Projekte & Ausstellungen  //  Keine Kommentare

Hallo zusammen,

die Ausstellung geht weiter voran: Heute war der offizielle Pressetermin, bei dem die Ausstellung Vertretern der Presse – von Offenbacher Post bis FAZ – präsentiert wurde.

Nach ein paar Grußworten durch den Oberbürgermeister Claus Kaminsky und die Museumsdirektorin, Frau Dr. Bechler hat die Museumsleiterin, Frau Hofmann, noch die Rahmeninformation weitergegeben (Öffnungszeiten, Führungszeiten, KOsten, etc). Anschließend haben wir mit den Presseleuten einen Rundgang durch die Ausstellung gemacht. Dabei wurde das Konzept erläutert („Aus den Spielhallen in die Wohnzimmer und die Gegenwartskultur„) und das Ausstellungsdesign sowie die Exponate im Zusammenhang erläutert – gewürzt durch kleine Anekdoten (nicht alles hat auf den Wandtafeln Platz gefunden…)

Eine schweisstreibende Stunde mit vielen Fragen, aber eben auch ein sehr interessiertes Publikum, was uns natürlich freut!

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.stefan

Ausstellung „Digitale RETROkultur“ in Großauheim (30.06.- 29.09.2013)

14 Jun 2013   //   Autor: Stefan Pitsch   //   Projekte & Ausstellungen  //  Ein Kommentar

Hallo liebe RETROgemeinde,

nun ist es offiziell, die Einladungen sind verschickt:
Vom 30.06. bis zum 29.09.2013 wird der digitalretropark eine Ausstellung im Museum Großauheim veranstalten!

Das Thema der Ausstellung „Digitale RETROkultur“ ist der Weg der Rechner aus den Spielhallen in die Haushalte – aufgezeigt am Beispiel der CPU MOS6502, welche in vielen Geräten der „Gründungsphase“ des digitalen Zeitalters Mitte der 70er bis Mitte der 80er Jahre prägend ihren Dienst aufgenommen hat.

Wer nach 1980 geboren wurde, hat den Beginn dieser Geschichte schon nicht mehr bewusst erlebt und empfindet die digitale Durchdringung seiner heutigen Lebenswelt als selbstverständlich. Nur wenige wissen, dass in vielen Geräten vom Herzschrittmacher bis zu Waschmaschinen oft ein Prozessor arbeitete – und noch arbeitet -, der schon in diesen frühen Unterhaltungsgeräten sein Werk verrichtet hat. Auch die Bildsprache der Spiele und Anwendungen aus der Frühphase der digitalen Revolution wird heute stilbildend in der Kunst und bei modernen Spiele-Entwicklungen eingesetzt. Mit den Begriffen „Retro-Computing“ und „Pixel-Art“ haben sich diese Konzepte in der Gegenwart etabliert und zollen der Herkunft unserer digitalen Errungenschaften Tribut.

Wir werden ein buntes Angebot an Geräten zeigen, welche den Sprung von Videospielen wie „Donkey Kong“ und „Centipede“ aus den Spielhallen in die Wohnzimmer (Atari „Hockey PONG“) und die Einführung des Heimcomputers (Atari 800 XL, Commodore 64, mobile Spielekonsolen und Zubehör) als Wegbereiter dieser digitalen Durchdringung vorstellen. Thematisch ausgewählte Exponate aus der Anfängen dieser Epoche, der nahen Vergangenheit und der Gegenwart („Fix it Felix, Jr.“) spannen den Bogen zur Renaissance der Retro-Kultur im heutigen Leben.

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Datum: 30.06 – 29.09.2013
Am 30.06. ist die offizielle Eröffnung mit Festakt

Öffnungszeiten: Do – So 10-12 und 14-17 Uhr

Veranstaltungsort:
Museum Großauheim
Großauheim
Pfortenwingert 4
63457 Hanau

Eintritt: 2,00 € / erm. 1,50 €

Mehr Infos:
FB-Veranstaltung
www.hanau.de
– digitalretropark (web) (fb)

powered by
– 1. Hanauer Netzwerkclub e.V. (web) (fb)
– For Amusement Only e.V. (web) (fb)

DRP auf dem Bended Realities Festival in Offenbach

29 Mai 2013   //   Autor: falk   //   Projekte & Ausstellungen  //  Keine Kommentare

bended realities flyer

Zum dritten Male fand am Wochenende des 24. und 25. Mai das Bended Realities Festival rund um den Waggon und im relativ neuen HFG-Caffee im Isenburger Schloss statt. Diese Jahr drehte sich alles um das Thema Gamification, also das Wechselspiel zwischen Spiel und Wirklichkeit und die „spielbarmachung“ unseres Alltags, mittels neuer Gadgets, Augmented Reality und sozialer Vernetzung.

Neben einer kurzen, etwas chaotischen Präsentation über das DRP Projekt, gab es, von unserer Seite, geschichtliches in Form von Asteroids-, Joust- und dem Fix-It-Felix-Arcadeautomaten zu bewundern und zu bespielen.

1118875451-d1ab0bbd-08ee-4ba3-8226-ceee035bd181-g77aNPOM409Ein C64 mit dem Spieleklassiker Pong (Paddlepong, um genau zu sein), an dem jeweils zwei Spieler ein Team bilden müssen und einen Schläger steuern, war unser Beitrag zum Socialgaming. Schnell wird hier deutlich: Wenn zwei Leute das Gleiche wollen, so erreichen sie das Ziel doch nicht immer – eben wie im echten Leben.

 

Als Sahnehäubchen durfte unser alter Atari Video Music, der erste hardwareseitige Audiovisualisierer aus den 70ern, bei einigen Acts im Waggon als VJ dienen und alles in bunte Pixelmuster tauchen, die passend zur Musik hüpften.

Ein gut verfasster Artikel in der Offenbach Post – Danke an Claus von Wolfschlag.

 

 

 

Wir bauen einen Fix-It-Felix.

8 Jan 2013   //   Autor: falk   //   Projekte & Ausstellungen  //  Keine Kommentare

Für alle, die nicht wissen, wer Fix-It-Felix ist, denen sei der neuste Film aus dem Hause Pixar/Disney anzuraten. Wreck-it-Ralph oder auch „Ralph reichts“ greift das Thema rund um alte Videospiele und den schnellen Lebenszyklus der digitalen Welt auf. Viele bekannte Charaktere aus aktuellen und alten Videospielen sind im Film zu sehen und ist ein schönes Wiedersehen mit alten Helden.

Disney hatte  neun alte Donkey Kong Automaten in Fix-It-Felix verwandelt und diese in Arcadehallen in den Staaten verteilt. Dieses Guerillamarketing zahlte sich aus und die Nachfrage an den Automaten stieg.

Schnell wurde klar, das die neun Geräte nicht genug waren und so wurden fünfzig weitere bestellt; dieses Mal handelte es sich jedoch um komplett Neubauten. Schließlich wollte man nicht als die Firma in die Geschichte eingehen, die 50 original Donkey Kong Automaten schlachtete.

Eines dieser Exemplare wurde im Dezember im Computerspielemuseum Berlin verlost. Wer am Ende den höchsten High-Score hatte durfte den Automaten sein eigen nennen. Keiner von uns konnten den Highscore holen und so bauten wir uns eben selber einen Automaten.

Passend zum Kinostart von „Ralph reichts“ steht unser Fix-It-Felix Automat bis Mitte Januar im CinemaxX Offenbach und ist dort kostenlos zu bespielen. Ihm zur Seite stehen dort originale Automaten: ein Donkey Kong (Deutsche Linzensversion) und ein Pole Postion! Beide stammen aus den heiligen Hallen des For Amusement Only e.V..

Pünktlich zum monatlichen Tag der offenen Tür des For-Amusement-Only wurde der Fix-It-Felix-Jr.-Automat fertig und konnte erstmals durch das Publikum ausgiebig Probe gespielt werden. In der selben Nacht erfolgte der Transport zum CinemaxX Offenbach, wo er seitdem im Dauereinsatz ist.


Hier nun ein paar Bilder vom Entstehungsprozess unseres Automaten.

Retro Shooting #1

22 Okt 2012   //   Autor: falk   //   Aktuelles  //  Keine Kommentare

Wir haben begonnen unsere Schätze in schönen Bildern festzuhalten. Es ist schon ein Weilchen her, dass wir dieses Projekt starteten und die Bilder veröffentlichen wir nach und nach bei unserem wöchentlichen Quiz auf unserer Facebookseite. Alle Exponate, die im Quiz erraten wurden, tauchen bei Flickr auf und nun auch hier, in der Sidebar >>

 

Viel Spass beim staunen und entdecken und wer Lust hat, rät beim wöchentlichen Quiz mit.

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