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F: Computer? Spiele? Was hat das alles mit Kultur zu tun?
A: Im Jahre 2008 hat der Deutsche Kulturrat Computer- und Videospiele offiziell als Kulturgut anerkannt. Computer, bzw. die Informationstechnologie prägt im wachsendem Maße seit mehr als 40 Jahren unser tägliches Leben.

 

F: Gibt es bereits etwas vergleichbares in unserer Region?
A: Nein. Das Heinz-Nixdorf-Forum ist die nächst erreichbare Einrichtung dieser Art, aber immer noch zu weit entfernt, als dass dort Klassen oder Besucher aus der Region auf einen Tagesausflug hinfahren würden. Das Technikum 29 in Kelkheim hat nur auf Zuruf und nur für Gruppen von 8 bis 20 Personen mit dem Mindestalter von 15 Jahren geöffnet. IT-Bildung muss deutlich früher beginnen.

 

F.: Wo ist der Bezug zu unserer Region?
A: Bildung, unser vorrangiges Ziel, betrifft uns alle. Trotzdem gibt es in der Region viele Firmen, die sich im IT-Bereich als Produzent, Zulieferer oder Entwickler betätigt haben oder noch betätigen. Die Commodore Büromaschinen GmbH aus Frankfurt am Main, Crytek, ebenfalls auf Frankfurt, Heraeus aus Hanau und Nintendo aus Großostheim sind nur einige bekannte Beispiele.

 

F: Wieso sind Sie so sicher, dass Sie genügend Besucher anlocken?
A: Unser Konzept und auch die Ausstellung ist deutschland- und europaweit einzigartig. Die Mischung aus museumspädagogischer Ausrichtung, benutzbaren Exponaten, wechselnden Ausstellungen und des – durch die verschiedenen Ausstellungsbereiche – museumskomplexartigen Charakters spricht viele Zielgruppen an. Die Statistiken des Institutes für Museumsforschung belegen unsere Einschätzungen.

 

F: Wie soll das alles finanziert werden?

A: Kaum ein Museum kann sich selber finanzieren. Deshalb sind wir auf der Suche nach verlässlichen Trägern, z.B,. Gebietskörperschaften, die uns ein Gebäude und/oder die Unterhaltskosten zur Verfügung stellen. Es gibt einige weitere Möglichkeiten Fördergelder zu beziehen, wie z. B. die Zuschüsse des Landes Hessen zum Aus- und Umbau (Hessischer Museumsverband).

Materielle oder finanzielle Zuwendungen von Sponsoren sind eine nette Dreingabe, aber keine verlässliche Möglichkeit zur Finanzierung des Betriebes. Der reine Museumsbetrieb wird durch die Einnahmen aus Eintritt und dem Verkauf von Artikeln rund um das Themengebiet finanziert werden.

 

F: Wieso gGmbH und/oder Stiftung?
A: Eine gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung schützt den Verein oder ist Tochtergesellschaft der Stiftung. Es sind verschiedene Szenarien denkbar, dies ist mit den Trägern auszuhandeln.

 

F: Was ist überhaupt das Institut für Museumsforschung, von denen die meisten Statistiken stammen?
A: Das Institut für Museumsforschung wurde 1979 gegründet und als Abteilung der Staatlichen Museen zu Berlin dem Generaldirektor unterstellt. Es ist damit eine Einrichtung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Das Institut für Museumsforschung ist eine bundesweit tätige Forschungs- und Dokumentationseinrichtung mit Konzentration auf sammlungsübergreifende Aspekte des Museumswesens. Es erbringt Leistungen für die Museen in Deutschland in den Bereichen Forschung, anwendungsorientierte Vermittlung und Dokumentation.

 

F: Ist die Kontinuität der Ausstellung gewährleistet?
A: Auch wir sind daran interessiert, dass wir nicht Teile unserer Ausstellung durch Wegnahme durch die Leihgeber verlieren. Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Leihgaben vertraglich zu sichern. Auch die Idee, einer Stiftung große Teile der eigenen Sammlungen zu überschreiben, gibt es von den Vorständen der Vereine. Die Stiftungsaufsicht sieht (inoffiziell) für die Gründung ein Vermögen im Wert von 25.000,- EUR vor. Dieses wird durch die eingebrachten Geräte problemlos erreicht. Es gilt letztlich aber, für alle Seiten eine tragbare Lösung zu finden, die den Betrieb des Centers sichert.

 

F: Sind Sie in der Lage für einen (wissenschaftlich korrekten) Museumsbetrieb zu sorgen?
A: Ja, durch unsere Ausbildungen und beruflichen Erfahrungen im IT-Sektor sind wir transparente und korrekte Vorgehensweisen gewohnt. Wir haben große Erfahrungen in der Inventarisierung, des Lifecylemanagements, der Dokumentation und der Mitarbeiter- und Auszubildendenschulung. Die ordnungsgemässe Inventarisierung, die Wartung und der Betrieb der Exponate wird neben dem Stammpersonal u.a. durch die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Vereine gewährleistet werden. Diese haben alle fundierte Ausbildungen im IT-Bereich.

 

F: Computer oder Spiele – was denn nun?
A: Seit dem es Computer gibt wurden diese immer für Spiele verwendet. Hochqualifizierte Wissenschaftler schrieben schon in den 1950er Jahren auf Millionen US-Dollar teuren Hochleistungsrechnern Spiele nur zur Unterhaltung. In jedem von uns steckt der Spieltrieb, den wir uns zu Nutzen machen um Wissen spielerisch zu vermitteln.

 

F: Wieso machen Sie das überhaupt?
A: Zugegeben: ein bisschen verrückt sind wir schon. Aber ist die Idee verrückter als ein Museum über Filme, Leder, Tapeten oder Sepulkralkultur? Unser Anliegen ist die Vermittlung von täglich anwendbaren Wissen anhand von alter Computertechnik, die überschaubar ist, aber den gleichen Regeln folgt wie die uns umgebende Informationstechnologie. Wir werden neue Technologien durch alte Technologien begreifbar machen.

 

F: Wer soll die Ersteinrichtung des Museums bezahlen?
A: Die Exponate sind bereits vorhanden, es muss aber die komplette Inneneinrichtung finanziert werden. Hier kommen wieder die Zuschüsse des Landes Hessen (Museumsverband) ins Spiel. Wir werden Sponsoren kontaktieren und in den Vereinen um Spenden bitten. Ein für das Center speziell zu gründender Museumsverein würde sich um diese Dinge kümmern. Vieles können wir kostengünstig durch die Leistungen der Mitglieder, so genannte „Muskelhypothek“, erstellen. Eventuell kann ein Träger Angestellte für Renovierungsarbeiten bereitstellen.

 

F: Haben Sie denn irgendwelche Highlights in der Ausstellung?
A: Auch wenn die Kombination der Ausstellungen an sich schon ein Highlight ist, so ist uns bewusst, dass es einige Besucher gibt, die wegen ganz bestimmter Ausstellungsstücke kommen werden. Unter den elektromechanischen Geräten sticht der Moto Champ hervor, ein Gerät, das jeden in den Bann zieht. Unter den elektronischen Automaten stellt besonders das Virtual-Reality einen Meilenstein dar. Im Bereich Homecomputer findet sich ein Commodore C65, ein extrem seltener Prototyp. Die Liste liesse sich noch lange weiterführen.

 

F: Sie wollen doch nur ein Vereinsheim für lau haben!
A: Danke für das Angebot, aber wir haben bereits große Clubräume in Rodenbach angemietet. Für die Events mit mehr Platzbedarf an Tischen mieten wir regelmässig die Räumlichkeiten in der Alten Schule in Hanau/Großauheim. An beiden Orten können wir aber die Exponate nur sehr schwer didaktisch aufarbeiten und darbieten.